Fazit: Abkommen vertagt, Klimafond beschlossen – was ist nun zu tun?

So, nun ist also die längste Weltklimakonferenz auch zu Ende. Und was bedeutet das jetzt? Wie bewerten wir das Ergebnis?

Politisches Fazit:

Mit drei zentralen Forderungen sind wir auf der COP17 aufgetreten:

  • Intergenerational responsibility to preserve the earth for our and the future generations
  • Climate mainstreaming (national legislation -> climate in every decision making process)
  • Legally binding and globally fair document to keep global warming below 2°C

Intergenerational responsibility? Da haben wir natürlich stark dran gearbeitet. Zum ersten Mal wird die Jugend im Dokument erwähnt, dass ist bereits ein großer Schritt. Aber solange sich die Staaten immer noch rausnehmen, für ihre derzeitige Entwicklung die Ressourcen der Zukunft aufs Spiel zu setzen und die Lösung oder den Umgang mit dem Schlamassel unserer und der uns folgenden Generationen auszulasten, kann von intergenerationaller Gerechtigkeit kein Reden sein!

Climate mainstreaming? Definitve nein. Ansatz ist scheinbar zu innovativ. Vielleicht hat es ja der ein oder andere mit nach Hause genommen und es findet sich bald in dem ein oder anderen Land wieder.

Legally binding? Kurz und gut, wir waren nicht erfolgreiche. Alles was in Durban herausgekommen ist, ist  eine Vereinbbarung eine „instrument“ mit „legal force“ weiterzuverhandeln.

Globally fair? Die Baustelle ist noch offen. Wir haben den Green Climate Fund, was ein großer Erfolg ist. Doch damit fängt die Arbeit erst an. A fund without funding is no funds. Noch ist nich klar, wie das Geld in den Fund kommt und ob es nicht nur eine nutzlose Hülle bleibt, wie bereits andere Funds vor ihm. Für die Entwicklungskänder ist es wichtig, den GCF seperat von der Weltbank und der GEF zu halten.

Keeping global warming below 2°C? Schwere Frage! Im Moment definitiv nicht. Wenn wir die gemachten Zusagen der Staaten zusammen nehmen, werden wir uns am Ende des Jahrhunderts in einer Welt wiederfinden die im Durchschnitt 4°C wärmer ist als in der vorindustriellen Zeit. Dieses wäre der Durchschnitt. In manchen Gegenden könnte es locker das Doppelte sein. Auf der anderen Seite besteht noch eine kleine Hoffnung. Die Durban Platform könnte ein Werkzeug sein um noch den Kurs auf 2°C zu halten. Aber dafür brauchen wir mehr als das Drehen von kleinen Stellschrauben.

Gesamt-Analyse: Ja, es gab einige Fortschritte. Aber die Texte sind wirklich schwach und nicht sehr ehrgeizig oder visionär. Normalerweise sagt man, dass  ein Fortschritt immer noch ein Fortschritt ist, aber an dieser Stelle  denke ich, es bereits zu spät im Spiel des Lebens, um herum zu lamentieren. Es scheint eher, dass es das Ziel war, den Prozess zu retten, nicht den Planeten zu retten. Das Kyoto-Protokoll wurde zunächst gerettet, ist aber leider in einigen Bereichen schwächer als bisher. Jedoch kann man trefflich sagen, dass  das Kyoto-Protokoll an der Herz-Lungen-Maschine liegt und künstlich am Leben gehalten wird. Wir hoffen, es wir ausreichen um den Weg und Verhandlungen zu bis zu einem neuen Vertrag von  2015 sichern. Den Vereinbarungen fehlen konkrete Maßnahmen zur weiteren Verringerung der Treibhausgase. Durban schließt nicht die Lücke, um den  Temperaturanstieg von unter einer 2° C zu erreichen, den die Staaten in Cancún vereinbart haben. Der Klimarettung-Prozess ist zwar gerettet, aber die Auswirkungen vor allem für die Armen der Welt, für Afrika und die Inselstaaten sind bereits real.  USA, China und Indien haben 2020 als Zeitpunkt gesetzt, ab wann der Deal rechtlich verbindlich wird. Das würde realistisch heißen, dass es sicher zu spät ist, um unser Ziel von unter 2°C zu erreichen. Wenn die Welt bis zum Jahr 2020 wartet, um mit der Reduzierung zu beginnen, müsste das CO2 um 15 Prozent pro Jahr reduziert werden, um die angestrebten 350 ppm zu erreichen. Wir sind aus der Zeit.  Wir hoffen, dass wir nicht Zeugen einer Vereinbarung zur Erhöhung der Temperatur von 3-4°C geworden sind.

Fazit für unsere Jahresaktion:

Our World – Our Challenge: Was bedeutet das Ergebnis von Durban für unsere Jahresaktion und darüber hinaus?

Von Anfang an war das Ziel unserer Jahresaktion 2011, Kinder und Jugendliche dazu zu motivieren, unabhängig von politischen Entscheidungen Klimaschutz in ihrem Alltag umzusetzen. Auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene sollten sie sich dafür einsetzen, dass die Belange ihrer und die der zukünftigen Generationen in politischen Entscheidungen stärker berücksichtigt werden.
Dafür hat sich auch die WOSM-Delegation in Durban eingesetzt.

Da die Entscheidung für ein rechtlich verbindliches und faires Abkommen nun weiter hinaus geschoben wurde, müssen wir unsere Anstrengungen in den nächsten Jahren verstärken. Wir haben gemerkt, dass Pfadfinderinnen und Pfadfinder auf internationalen Konferenzen positiv wahrgenommen werden. Immerhin vertreten WOSM und WAGGGS gemeinsam 40 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit. Wir müssen dafür sorgen, dass die Stimmen dieser Kinder und Jugendlichen auch Gehör finden. Dafür ist es unserer Meinung nach unbedingt notwendig, dass sich WOSM am Beispiel von WAGGGS orientiert und sich aktiver in die politischen Prozesse einmischt. Dabei sein und zugucken genügt nicht mehr!
Das kann vor allem deshalb gelingen, weil viele Entscheidungsträgerinnen und -träger als Jugendliche selbst Pfadfinderinnen und Pfadfinder waren. Nutzen wir diese Netzwerke!

Auch die DPSG sollte sich deutschlandweit stärker in die Klimanetzwerken auf lokaler, regionaler und Bundesebene einbringen. Gemeinsam mit KLJB und BDKJ müssen wir unsere Verantwortung für die Schöpfung und die Interessen von Kindern, Jugendlichen und zukünftigen Generationen ernsthaft vertreten.

Verantwortung der Kirche

Gottesdienst in Westernohe (Foto: DPSG)

Eine Lektion aus „Our World – Our Challenge“ und der enttäuschenden Ergebnisse der COP17 muss darin bestehen, die Verantwortung für das Klima in kirchliche Gremien einzubringen. Die katholische Kirche hat als weltweite Kirche die einzigartige Chance, Christinnen und Christen von Tuvalu bis Togo, von Deutschland bis Djibuti, von China bis Chile zu vereinen. Die gemeinsame Zukunftsaufgaben „Klimaschutz“ und „Klimagerechtigkeit müssen daher raus aus wohlfeilen Erklärungen und hinein in die politische und seelsorgerische Praxis der Kirche! Hier ist es auch an uns, kritisch zu hinterfragen, wo die Kirche zu eng mit den Mächtigen und finanziell Einflussreichen zusammen arbeitet, statt sich für die Belange der Armen und besonders vom Klimawandel betroffenen Menschen einzusetzen.

 Politisches Handeln als zentrale Säule pfadfinderischen Lebens

Kinder und Jugendliche vertreten - WAGGGS-Tanzaktion auf der COP17

Durch den auf der 74. Bundesversammlung verabschiedeten klimapolitischen Antrag[1] verpflichten wir uns dazu, das Prinzip „Learning by doing“ auch auf den Klimaschutz anzuwenden und bei uns selbst anzufangen. Klimaschutz in die Gruppenstunden, Sommerlager per Fahrrad, Bus oder zu Fuß müssen Normalität werden. Unsere Bildungshäuser sollen zu Leuchttürmen nachhaltigen Wirtschaftens in ihrer Region werden – auch und gerade unter Berücksichtigung knapper finanzieller Mittel. Denn der Klimawandel wird uns noch teurer zu stehen kommen, wenn wir nicht heute damit anfangen, ihn möglichst gering zu halten!

In unserer Ordnung steht:

„Die DPSG praktiziert und fördert politisches Handeln, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen weltweit zu wahren, für Frieden in Nah und Fern einzutreten, für Gerechtigkeit zu sorgen und die Natur zu schützen.“
(Ordnung der DPSG, S.13)

Dies möchten wir durch unserer Erfahrungen in Durban noch einmal besonders hervorheben. Es lohnt sich für Kinder und Jugendliche, sich für Klimaschutz zuhause und anderswo einzusetzen! Den meisten Politikerinnen und Politikern (sowie WirtschaftsvertreterInnen und anderen LobbyistInnen) ist klar, dass es bei diesem Thema nicht mehr um ihre Generation geht. Sie brauchen unbedingt den Anschub von Kindern und Jugendlichen, um gute Entscheidungen mit langfristigen Wirkungen zu fällen! Gibt es diesen Schub nicht, fällen sie (wie in Durban geschehen), Entscheidungen die ihren Förderern und Wählern jetzt und heute zuhause nutzen. Das Recht der zukünftigen Generationen – insbesondere in Entwicklungsländern – auf eine freie Entfaltung ihres Lebens, müssen wir lautstark einfordern.
Umsonst und ohne Arbeit wird es das nicht geben.

Danke und Weitermachen!

Allen Leserinnen und Lesern unseres Blogs möchten wir hier noch einmal ausdrücklich danken! Eure Kommentare haben uns sehr gefreut und Mut gemacht.

Wir hoffen, dass wir euch dafür begeistern konnten, euch mit dem Thema auseinander zu setzen. Bitte legt heute noch mit euren Klimaschutzbeitrag in eurem Alltag los!

Sofort geht das, indem ihr noch ein paar Aktionen in der Jahresaktionswette anpackt: http://www.dpsg.de/aktionen/jahresaktion2011/Aktionen.53.0.html
Punkte sammeln könnt ihr noch bis Ende des Jahres, Aktionen eintragen noch bis Ende Februar 2012!

Weitere Informationen findet ihr im Netz unter

Netzwerken: www.klima-allianz.de
Infos für Kinder: http://www.bmu-kids.de

Methoden für die Gruppenarbeit:
http://www.dpsg.de/aktionen/jahresaktion2011/Methoden-fuer-Gruppen.34.0.html

Klimaschutz im Alltag:
–         Den eigenen CO2-Ausstoß berechnen: http://uba.klima-aktiv.de/umleitung_uba.html
–         Klimaschutz für VerbraucherInnen: http://www.verbraucherfuersklima.de

Die lange Nacht von Durban

Als wir am Freitagabend in Jo’burg in den Flieger nach London stiegen waren die Verhandlungen gerade verlängert worden. Nun zurück in Deutschland zieht sich die COP17 noch immer weiter in die Länge.Kurz nach unserer Abreise aus Durban zog die bisher größte Demonstration innerhalb des Konferenzgelände (illegal) durch das ICC.Vertreter der Zivilgesellschaft unter großer Beteiligung der Jugend-NGOs marschieren durch das Konferenzentrum. Die illigale Aktion führt dazu, dass viele NGO-Delegierte überweigend von Greenpeace des Geländes verwiesen wurden. http://www.youtube.com/watch?v=Fj7m9KmSn20

Wir durften nun offiziell die längste Klimakonferenz der Geschichte miterleben. Die bloße Länge zeigt, der Druck war schon einmal erfolgreich, denn die Staaten haben erkannt, dass die Menschen der Erde ein Ergebnis aus Durban erwarten. Eben sagte die COP Presidentin: „let’s make history tonight, let’s meet climate change tonight. It always seems impossible until it is done“. Es sieht so aus, als ob die letzte und entscheidene Phase der Verhandlungen begonnen haben.

Impressionen aus der laufenden Verhandlung:

EU: „When we have a global problem voluntary solutions will not work. I can look at other examples in history to show this. International problems require international legislation. This is a lesson we have learnt here. It is the only way. We can agree here to a legal deal. Science tells us that we are already late, let’s try and have a legal deal by 2018.“ I can hear the cheers through the corridors. The EU are alight aren’t they!

Kolumbien : „we cannot accept a deal at 2020. it is too late.we cannot accept an agreement that will affect the future of our people. we have worked so hard and hope to get an agreement and we add our voice to the EU. Lets have a legal convention that applies 2018.“

Granada: “While they develop, we die in the process. Why should we accept this? This little island I am from is where I get my dignity from. The point is what do we leave here with? What do we tell our people when we get home?” Großer Applaus von Vertretern der Zivilgesellschaft.

Indien: “does climate change mean you give up equity? This is not about India, it is about the world. Unless you agree to drop weak wording over legal agreements. Is it the case that certain countries say something and the rest of the world have to agree. Well, I am sorry but India will never be intimidated by these nations. How can I sign a blank cheque to sign away the rights of 1.2billion people in the developing world. I wonder if there is an effort here to shift the problem here to countries that have not contributed to this problem. This is a weak text. Is there something going on here? This historic city if saying goodbye to equity and to common but differentiated responsibility” India are furious. They are furious at USA. Developing nations are being threatened and bullied.”

Bolivien: expresses outrage at “one nation who have used vastly more than others and ensured others live in poverty and misery as they abuse the global environment. Today it is a rich industrial nation and others are struggling to develop. Those who are rich today and have abused the atmosphere are refusing to sign up and want us to do so. This is not responsible. The USA negotiator didn’t even give him the dignity to stay in the room as Bolivia spoke.”

Das Ministermeeting kann im Livestream im Internet verfolgt werden:

http://unfccc4.meta-fusion.com/kongresse/cop17/templ/live.php?id_kongresssession=4152&theme=unfccc

Guckt Euch den Livestream an es lohnt sich wirklich!

Die verbliebenen YOUNGO-Vertreter twittern und facebooken live aus dem ICC. Der neuseeländische Umweltaktivist Sir Peter Blake, der letzten Samstag seinen 10. Todestag hatte sagte einmal: „Having vision is not enough. Change comes through realising the vision and turning it into a reality. It is easy to espouse worthy goals, values and policies; the hard part is implementation.“

Wir warten, wir hoffen… und schauen auf Durban.

Tag 11 und 12, Donnerstag, Freitag: Die Tage der Verzweiflung

Worte sind genug gewechselt - jetzt müssen Taten folgen! (Foto: Hollywood Nortz/flickr.com)

Die Tage der Verzweiflung

Die Stimmung bei den Jugendorganisationen und NGOs ist niedergeschlagen. Delegierte von Staaten sind frustriert, genervt und verzweifelt. Nach den Informationen, die uns aus verschiedenen Quellen zufließen blockieren Kanada, die USA und Japan, alle Bemühungen nach einem ambitionierten Ausgang. Die G-77 sind zerstritten und Delegierte von kleineren Staaten fühlen sich von den Großen in der Gruppe wie Brasilien, Venezuela oder Saudi Arabien eingeschüchtert und unter Druck gesetzt. Kleine Küsten- und Inselstaaten sind am Rande der Resignation. Eine Einigung war noch nie so weit weg wie an diesen Tagen. Die Fronten sind festgefahren und eine Wiederbelebung von Kyoto liegt in weiter ferne. Ein Durban-Outcome, irgendeiner Art wird es wohl geben, aber viele rechnen mit einer Papier verschwendenden Papierhülse. Unter den YOUNGO-Organsiationen werden immer extremere und nicht vom Sekretariat abgesegnete Aktionen erwogen.

Lars Tag in der Lobby

Lars im Gespräch mit Nathalie Kosciusko Morizet, der französischen Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung, Verkehr und  Wohnungswirtschaft über die Finanztransaktionssteuer (die auch Robin Hood Tax genannt wird).

Lars im Gespräch mit Nathalie Kosciusko Morizet, der französischen Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung, Verkehr und Wohnungswirtschaft über die Finanztransaktionssteuer (die auch Robin Hood Tax genannt wird).

Nachdem wir mit der Finanzarbeitsgruppe am Mittwoch bereits die geschlossenen Sitzungen des informellen Ausschusses über Finanzen belagert hatten, um die hinein und hinaus gehenden Delegierten in Gespräche und Diskussionen zu verwickelt, startete am Donnerstag die zweite Stufe der Einflussnahme.

Mit einem neuen Flyer mit unseren Forderungen zum Green Climate Fund gingen wir auf die Delegierten zu. Man kann schon sagen, dass man einen gewissen Wiedererkennungseffekt bei den Delegierten hat, und dadurch auch follow-up Fragen stellen kann – die VertreterInnen der Länder werden offener.

Cat von der UK YCC und Lars nutzen die Chance und fingen vor der Pause den norwegischen Ausschussvorsitzenden ab. Nach zunächst verwirrter Distanz wurde er schnell offen und freundlich. Wir überzeugten ihn davon, dass es gut wäre vor der Nachmittagssitzung einen offenen Teil der Sitzung zu gestatten und den Beobachterorganisationen die Möglichkeit eines Briefings zu geben. Wir versuchten es noch ein wenig weiter auszureizen und überzeugten ihn davon, YOUNGO die Möglichkeit eines kurzen Statements in der Ausschusssitzung einzuräumen.

Bildschirme als unverzichtbares Informationsmedium - Pressekonferenz der EU.

Wir machten uns gleich an die Arbeit und entwarfen einen zweiminutigen Text, um die Delegierten im Ausschuss direkt anzusprechen. Mit vielen NGO- und Jugendvertretern im Raum überrumpelte der Vorsitzende den Ausschuss – glücklicherweise erhob sich kein Einspruch gegen diesen Vorgang. In einer zutiefst emotionellen Rede adressierte Kate (SustainUS) aus unserer Arbeitsgruppe die Ausschussmitglieder, die sich in den letzen Stunden in vielen Detailfragen zerstritten hatten, und rief sie zur Besinnung auf das Kernanliegen auf. (Die japanische Delegation filmte den kurzen Auftritt und wir hoffen das Video in Kürze nachzuliefern.) Die spontane Reaktion aller Anwesenden war stehender Applaus. Nachträglich erhielten wir aus der geschlossenen Sitzung die Nachricht, dass es sehr gut angekommen war. Die Stimmung hatte sich komplett gedreht und die Delegierten konnten sich bei vielen Fragen auf Kompromisse. Manchmal hat mal als „Jugend“ doch mehr Macht als man glaubt.

Als weitere Lobbyaktivität kann man auch ein Mittagessen mit zwei Verhandlern der EU zählen. Amüsiert wurde dabei unser Einwurf zur Kenntnis genommen, dass dieses ein Lobbyessen mit der Jungend ist und somit wir von ihnen eingeladen werden sollten und wir nicht sie wie es andere Lobbyisten machen. Ich sag nur: wieder ein kostenloses Mittagessen und ein nettes Gespräch gehabt.

Farewell-Evening: Zu Gast bei den „Trafalgar Sescouts“

Das „Farewell-Evening-Organisational-Planning-Committee“, bestehend aus Dani, Sally und Jess, hatte für unseren letzten Abend ein Wahnsinnsessen geplant. Unser Gastgeber, Wally Muller, seines Zeichens ehemaliger Troop Scouter (=StaVo), hatte angeboten, dies in der Scouthall seines Seascout-Troops zu veranstalten.

Wir haben daraufhin alle Menschen aus der Provinz KwaZulu Natal, mit denen wir in den letzten beiden Wochen zu tun hatten, zu Farewell Evening eingeladen.

Leider war das Wetter nicht mehr so toll, aber mit super lecken Salaten, Boereworst, Chicken (im Ganzen gegrillt) und Getränken verbrachten wir einen ruhigen und sehr schönen Abend.

Es stellte sich heraus, dass unsere komplette Delegation so müde war, dass nicht ein einziges Foto entstanden ist. Wir versichern aber: es ist alles im Rahmen geblieben! 😉

Illegale Aktionen und „debadgen“

Wenn Delegierte Aktionen durchführen, die nicht genehmigt werden besteht immer die Gefahr aus dem ICC geworfen zu werden und „debadged“ zu werden, dass heißt die Akkreditierung entzogen bekommen und ggf für weitere UN-Veranstaltungen gesperrt zu werden. Nachdem die kanadische Jugend-Klimaallianz (CYCC) bereits öffentlichkeitswirksam ihrem Land den Rücken zu gedreht haben und jetzt nur noch von außerhalb agieren können, fanden viele „spontan“ Aktionen direkt im ICC vor den Plenarsälen statt, mit Gesang, Rufen, Tanzen und T-shirt Botschaften o.ä. Dabei war die Aktion meist schon vorbei bevor die netten Männer von der UN-Security ankamen.

Die Aufmerksamkeit der Presse erweckte die Aktion von Abigail Borah, die mit der us-amerikanischen Klimaallianz SustainUS vor Ort ist. Während der Rede des US-Sondergesandten für Klimawandel Todd Stern vor den Ministern und Staatsoberhäuptern, ergriff sie das Wort. Mit lauter Stimme unterbrach sie die Rede mit einen Statement, dass die US-Regierung nur für die US-Unternehmen agiert, nicht aber für das amerikanische Volk und die amerikanische Jugend spricht. Nach kurzer Zeit wurde sie von der UN-Security nach draußen begleitet. Das Video ist auf der SustainUS Webseite abrufbar: www.sustainus.org

Am Freitagmorgen war YOUNGO neben allen anderen Consitutencies zu einer Kurzrede („Intervention“) eingeladen. Nach der ergreifenden Ansprache von Anjali Appadurai gab es standing ovations. Entgegen dem Protokoll verlässt sie jedoch nach ihrer Rede verlässt sie jedoch die Bühne nicht sondern bleibt neben dem RednerInnenpult stehen. Plötzlich ruft Anjali „Mic Check“ und „Mic Check“ schreien 150 Jugendliche, die aus den hinteren Reihen aufgesprungen sind zurück. Und dann schreien wir zusammen so laut wir alle können:

Equity Now!!
You run out of excuses
We’re running out of time
Get it done!
Get it done!
Get it done!

Die Wirkung ist umwerfend, der ganze riesige Plenarsaal ist einen Moment lang erfüllt von den Jugendlichen, die endlich einmal ihrer Enttäuschung Luft machen können und den Delegierten um die Ohren hauen was wir alle schon die ganze Zeit denken. Das war eine kraftvolle Aktion die auch dem letzten deutlich gemacht hat wie viele wir sind!

So etwas ist natürlich eigentlich auch verboten, aber der COP-Vizepräsident Artur Runge-Metzger, reagierte souverän und schloss die Versammlung nach dem tosenden Applaus der Mehrzahl der Delegierten für den Vormittag. Getragen von diesem Applaus verlassen wir zufrieden die Konferenz und treten den Heimweg an.
Hier ist das Video dazu: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=MIgWlgrnzYU

2000 Kinder formten am Strand von Durban erinnern. (Foto: Oxfam/flickr.com)

Heimweg: Wie wir das Ganze wohl ausgehen?

Jetzt sind wir zwischen hier und dort auf unserem Transitflughafen in Johannesburg und fragen uns, wie die Sache wohl ausgehen wird. Wird es in Durban noch zu einem verbindlichen Beschluss kommen? Kann die UN unser Klima retten? Sind wir überhaupt noch zu retten mit diesem komischen Gremium das für sich behauptet das einzige Gremium zu sein, dass legitimiert weltweit geltende Beschlüsse fassen kann – es dann aber doch nicht auf die Reihe bekommt sich in irgendeiner Art und Weise zu einigen? Nelson Mandela sagt „It always seems impossible until it is done“ und auch die EU Klimakommissarin Connie Hedegaard sagte heute morgen in der Pressekonferenz dass sich das Blatt noch wenden kann. Aber die Zeit läuft langsam ab und die großen Blockierer (Indien, China, USA, Kanada, Japan, Russland, Neuseeland) machen keine großen Anstalten von ihren Positionen abzurücken.

Nur noch 10% Akku - schnell noch am Flughafen das Blog hochladen!

Vielleicht ist das aber auch alles gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist es auf individueller Ebene weitere Schritte zu machen. Und selbst wenn es jetzt kein international verbindliches Klimaabkommen gibt, hindert uns nichts daran bei uns zu Hause schon anzufangen das Klima zu schonen und jede und jeder für sich unseren CO² Fußabdruck zu verringern. Get it done!

10. Tag: „We love KP“ – von Ministerreden und Menschenrechten

 „We love KP“ – Aktionstag zum Kyotoprotokoll

Die WOSM-Delegation macht sich stark für das Kyoto-Protokoll

Da gestern intensiv um das Longterm Climate Agreement (Nachfolgeabkommen zum Kyotoprotokoll) gerungen wurde, haben verschiedene NGOs, angeführt vom Aktionsnetzwerk tcktcktck, einen Lobbyingtag für das Kyotoprotokoll ausgerufen. Bereits seit einigen Tagen wurden großzügig T-Shirts mit dem Aufdruck „I love KP“ verteilt. Alle wurden aufgefordert, diese auf jeden Fall innerhalb des ICC und vor alle zwischen 15-16.30Uhr zu tragen. YOUNGO-AktivistInnen haben sich in der Mittagspause und danach zwischen den Gebäuden verteilt und versucht, möglichst viele Delegierte um ihre Unterstützung für ein Nachfolgeabkommen zu bitten. Deshalb fand auch unser Lunchtime-Meeting im ICC, nicht wie sonst entweder draußen oder im Ausstellungsgebäude statt. Dort wurden wir mit unseren „I love KP“-Shirts und Pfadfinderhalstüchern mehrfach fotographiert und somit wahrgenommen.

High Level Segment – Rede Bundesminister Norbert Röttgen

Ein Muss für die DPSG-VertreterInnen war die Rede des Schirmherrn unserer Jahresaktion, Norbert Röttgen, im High Level Segment. Gegen 16Uhr fanden wir uns in Kluft und Halstuch im Plenumsraum ein. Um auch von ganz vorne Bilder machen zu können, ist Lars glücklicherweise die Idee gekommen, sich noch schnell als Pressefotograf akkreditieren zu lassen. Kein Problem – ein rotes Kärtchen wird mit einer Wäscheklammer an sein Delegiertenbadge geklippt und schon darf er in die Pressezone! Der Schlaufuchs!

Verblüffung bei den Delegierten: "I hereby announce that Germany would like to host the Green Climate Fund!"

Verblüffung bei den Delegierten: "I hereby announce that Germany would like to host the Green Climate Fund!"

Nachdem wir Reden der Umweltminister von Moldawien und Costa Rica gehört haben, trat BM Röttgen auf die Bühne. Er verkündete in seiner Rede eine weitere Reduzierung deutscher Kohlendioxidemissionen. Außerdem appelliert er noch einmal nachdrücklich an China und die anderen Schwellenländer, rechtlich bindende Klimaziele zu übernehmen. Die Welt habe sich verändert seit Kyoto 1997. Heute müssten alle großen Kohlendioxid-Produzenten an Bord kommen. Er betonte: „Wir können den Klimawandel nur minimieren, wenn alle Staaten, die große Treibhausgas-Produzenten sind, sich anschließen und ihren fairen Anteil zur Reduzierung beitragen.“ Vor allem aber warb Roettgen für den Grünen Klimafonds. Er will den Sitz der künftigen Klimakasse nach Deutschland holen und dafür als Starthilfe 40 Millionen Euro bereitstellen.
Wir fragen uns: sind dies tatsächlich die in Cancún geforderten zusätzlichen Mittel oder werden die aus anderen Klima- und Entwicklungsförderprogrammen umgeschichtet?

Magdalena und Kaddi im Gespräch mit Bundesumweltminister Röttgen

Nachdem wir dann lange genug an der Ecke herumgehangen haben, an der Röttgen nach seiner Rede auf jeden Fall vorbeikommen musste, fiel sein Blick dann auch wie zufällig auf uns. Mit dem freudigen Ausruf „Ach, die Georgspfadfinder“ steuert er direkt auf uns zu. Dann das klassische Händeschütteln und etwas freundlichem Smalltalk – er erinnert sich noch an seine Schirmherrenschaft für unsere Jahresaktion. Kaddi hat auch geistesgegenwärtig unsere Flyer an den Mann gebracht. Dann geben wir ihm noch mit auf den Weg dass er dafür sorgen möge, dass es zu einem Post-Kyoto Übereinkommen kommt. Und dann wird er auch schon von ARD, ZDF usw weitergezogen, weil sie alle Interviews wollen.

Human Rights Working Group: International Climate Change Court

Simon Matafai, UN-Jugenddelegierter aus NZ, berichtet über Auswirkungen des Klimawandels in seiner Heimat

Simon Matafai, UN-Jugenddelegierter aus NZ, berichtet über Auswirkungen des Klimawandels in seiner Heimat

Die YOUNGO-Arbeitsgruppe, in der Sally seit Anfang der Konferenz mitgearbeitet hat, hatte ebenfalls gestern ihren öffentlichen Auftritt. Bei einem „Klimawandelgericht“ wurden „Hauptschuldige“ mit Opfern des Klimawandels konfrontiert. Neben einem UN-Jugenddelegierten aus Neuseeland, Simon Matafai, berichtete Sally von seinem Erfahrungen von Wetterextremen in Mpumalanga. Jess hingegen spielte die Rolle eines uneinsichtigen Ölunternehmens. Diese Mischung aus realen Erfahrungen und gespielten Statements hat uns und die etwa 50 ZuschauerInnen sehr beeindruckt.

Der Tag endete mit einem wunderbaren veganen Abendessen, das Jess für uns gekocht hat. Kichererbsten-Spinatcurry, Vollkornreis und Ofengemüse mit Hummus – großartig! (Für unseren Mitbewohner Wayne war das vermutlich das erste „bewusste“ vegane Essen seines Lebens!)

Verhandlungs-Update 2

Guten Abend zusammen!

Noch eine kurzes und einfaches Update über die Verhandlungen von heute. Im Moment können wir nur berichten, was wir gehört haben, es ist wirklich sehr schwer dem Verlauf von geschlossenen Sitzungen zu folgen. Aber wenn man in der Lobby zwischen den Sitzungssälen die Delegierten abfängt, bekommt man streckenweise Informationen oder kann diesen noch ein paar Punkte mit auf den Weg geben. Jepp – daher kommt der Begriff „Lobbying“. Heute ist es uns sogar gelungen ein Mitglied der deutschen Delegation zu erwischen. Nun aber zu den Updates:

Kürzen  – aber nur ein bisschen
Zunächst gab es ein neues LCA-Dokument „CRP38“! Yeah! Gleich schon signifikant kürzer: statt 144 nun nur noch 138 Seiten. Dabei ist immer noch keine gemeinsame Version zu erkennen. Einiges ist klarer geworden dafür aber weniger politisch ambitioniert. Ein Vorteil: Alles ist jetzt besser sortiert. Die vielen Klammern und Schachtelsätze sind jetzt verschwunden und in verschiedenen Optionen umgewandelt worden. Dass macht uns die Sache einfacher zu entscheiden welche der Optionen wir wollen. Jetzt sehen wir viele weitere klare Möglichkeiten: Beispielsweise hat die Zusammensetzung des Adaptation Committee noch 3 Optionen. In der einen sind die Entwicklungsländer besser vertreten; alle Optionen schlüsseln die regionalen Vertretung unterschiedlich auf.

Auch in den Bereichen Finanz- und Technologie-Transfer liegen noch sehr unterschiedliche Möglichkeiten auf dem Tisch. Der Teil über Capacity Building enthält bei der Gestaltung und Umsetzung von Capacity Building-Projekten nun eine Referenz die die Jugend.

Legally binding agreement? Not yet!
Aus der rechtlich-verbindliche Perspektive sind wir wieder einen Schritt zurückgegangen, einige wenige Ländern unterstützen die Aufnahme der rechtlich stärker verbindlichen Option im Text. Dabei ist die stärkste Option aus unserer Perspektive nicht einmal stark genug! Die EU will eine rechtlich bindende Vereinbarung von 2015 an, mit Großbritannien als wichtigsten Verfechter dieser.

Die Verhandlungen zum LCA fanden dabei heute komplett hinter verschlossenen Türen statt. Schwerpunkt bis tief in die Nacht waren auch die Finanzen: Erörtert wurden die Transparenz des Green Climate Fund, Beteiligung des privaten Sektors und ob es Berichte an die COP oder an ein anderes Gremium gibt.

Neues vom Kyoto-Protokoll

Die EU hat gesagt, sie wird einer zweiten Verpflichtungsperiode des KP beitreten, auch ohne dass andere Länder diesem Beispiel folgen, aber nur solange, wie es ein klares Mandat für eine zukünftige rechtlich-verbindliche Regelung gibt, die auch für die Entwicklungsländer gilt. Wahrscheinlich wäre eine Wirkung nach 2020. Die USA wollen für einen Beitritt eine volle rechtsverbindliche Vereinbarung für die großen Entwicklungsländer sehen. Es scheint als ob China sich ein wenig flexibler und zielorientierter zeigt (nach Angaben der EU), oder immer weniger flexibel wird (nach Angaben der USA). Natürlich ist es im Interesse Beider, um Chinas Position in dieser Hinsicht spinnen, und China äußert sich noch nicht  sehr klar. Indien gibt eher pessimistische Töne von sich.

Soviel in Kürze. Morgen mehr! Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Oeffentlichkeitsarbeit

Heute Morgen bestand die Konferenz  vor allem geschlossene Treffen, in denen die Delegationen dann unter sich ausmauscheln, was sie nun wirklich tun wollen. Da wir dort aber sowieso nicht hineinkommen, haben Quintin und Magdalena die Gelegenheit ergriffen, das Netzwerk der Jugendorganisationen dabei zu unterstuetzen einen kurzen Film ueber die Konferenz und vor allem die Jugendaktivitaeten zu drehen – und das Ganze fand am Strand statt (wir haetten natuerlich aber auch an einem anderen Ort mitgemacht :-)).

drei Woelflinge fuer den Niedlichkeitsfaktor

drei Woelflinge fuer den Niedlichkeitsfaktor

 
Youngos planen den Film

Youngos planen den Film

Endlich auch mal am Strand
Endlich auch mal am Strand

Wir haben dafuer ein kurzes Interview ueber die Pfadfinder und unsere Aktivitaeten (insbesondere die Jahresaktion) gegeben und dann vor allem lauthals dabei geholfen das Suedafrika Lied zu singen. Und noch ein paar Fotos gemacht. Das war mal eine richtig schoene Aufgabe und so haben wir doch noch geschafft immerhin die Fuesse kurz im Meer zu baden (bei 28 Grad Lufttemperatur und Sonne war das Wasser schoen erfrischend).

Tag 9: Aktiv und Wortgewandt

Treue LeserInnen unseres Blogs wissen: jeder Tag beginnt mit dem YOUNGO-meeting um 8:30Uhr[a1] !

Kommunikation mit und ohne Worte
Die erfahrenen VeranstaltungsleiterInnen begrüßen neue Mitglieder, führen in die Zeichensprache ein. Neben verbalen Beiträgen und Visualisierung über Beamer und Laptop kommuniziert der YOUNGO spokes council über die Zeichensprache, die z.B. auch die Demokratiebewegung in Spanien (Real Democratia Ya!) und die Occupy-Bewegung auf ihren Plena nutzen.

Ein „L“ mit Daumen und Zeigefinger heißt „Language“ – ich habe das nicht verstanden.

Twinkling“ - Erhobene Hände, Finger bewegen bedeutet „Ja, ich stimme zu!“

  • Ein „C“ geformt mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger bedeutet „Clarification“: bitte erkläre dein Statement noch einmal in anderen Worten!

Ein „T“ mit beiden Händen heißt „technical“ – etwa wie Geschäfts-ordnungs-antrag

Vorteil: verbale Äußerungen, RednerInnenlisten werden deutlich reduziert. Die gesamte Gruppe wird einbezogen und besonders die Bedürfnisse nach Erläuterungen können sofort geklärt werden. Sehr demokratisch!

Nikolaus

Am 6. Dezember ist Nikolaus – auch wenn draußen schon ab 4.30Uhr die Sonne aufgeht und es heute 30Grad war. Gestern Abend hat Kaddi die unsere gesamte Delegation aufgefordert, die Schuhe an die Eingangstür zu stellen. Das stieß bei einigen Mitgliedern durchaus auf gewisses Misstrauen.

Aber für alle hat Niklaus etwas in die Schuhe gelegt. Für die südafrikanischen Delegationsmitglieder war das eine große Überraschung. Und ein lustiger Start in den Tag. 🙂

Aktionstag

Jessica is kicking out Coal

1. „Kick Coal  out of CDM“
Clean Development Mechanism ist eigentlich dafür gedacht, in erster Linie in Entwicklungsländern Energieprojekte zu fördern. Naheligend wäre, sich vor allem auf die Produktion und Verteilung von erneuerbaren Energien zu konzentrieren. Derzeit ist es aber noch so, dass auch Kohlekraftwerke finanziert werden können. Das Argument ist meist – wie wir es auch aus Deutschland kennen – dass dieses neue Kraftwerk effizienter sind, als die bestehenden und sie deshalb den Kriterien des CDM entsprechen. Die Arbeitsgruppe CDM setzt sich dafür ein, die Förderung für Kohleprojekte zu beenden, da sie nicht zum Klimaschutz beitragen. Wenn die Emissionen weltweit zurück gefahren werden müssen, ist eine derart langfristige Investition in fossile Energien nicht zukunftsfähig!
(Infos über Kohle findet ihr auch auf http://www.die-klima-allianz.de)

Gruppenfoto der YOUNGO-AG "Wasser" bei ihrer gestrigen Aktion

Gruppenfoto der YOUNGO-AG "Wasser" bei ihrer gestrigen Aktion

2. Wasseraktion „Don’t leave COP17 thirsty!“
Auch Lars‘ Arbeitgruppe, die sich dafür einsetzt, dass Süß- und Salzwasserthemen im Rahmen der Klimaverhandlungen mehr Raum erhalten, hat gestern eine Aktion durchgeführt. Ozeane und Süßwasserressourcen sind extrem von den Auswirklungen des Klimawandels betroffen. Die Jugendlichen auf dem Jamboree haben in ihrer Resolution 8 „Water for all“ ihrer Fordererungen im Bezug auf Wasser gestellt. Darin bringen sie ihre Sorge über die in vielen Ländern geringere Niederschlägsmengen, Dürren und Wasserknappheit für viele Menschen zu Ausdruck. Dies ein wichtiges Anliegen.

Sally hat sich intensiver mit der Eröffnung des High Level Segments beschäftigt und uns abends ein super Briefing darüber gegeben, was die VIPs in ihren Eröffnungsreden präsentiert haben.
Bald geht unsere Zeit in Durban zu Ende und wir planen schon den Farewell-Abend. Mit einigen Gästen aus der Region Durban, die uns super unterstützt haben, werden wir bei einem Grillabend unseren Abschied feiern.


 [a1](Ihr dürft also immer um 7.30Uhr wenn ihr vielleicht beim Frühstück sitzt oder schon in der Bahn auf dem Weg in die Uni oder so – an uns denken! Zeitverschiebung, is klar… J)